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Horst Kuhn

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Horst Kuhn Journalist des Altmühlboten Gunzenhausen

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Horst Kuhn

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Konformation

Information über die  Konfirmation


Die Konfirmation wird im Rahmen eines Festgottesdienstes vollzogen, in dem Jugendliche im Alter von in der Regel 14 Jahren ihren Glauben durch das öffentliche Sprechen des apostolischen Glaubensbekenntnisses bekräftigen sollen. Damit wird an ihre Taufe als Kind angeknüpft, bei der Eltern und Paten stellvertretend für sie den Glauben bekannt haben. Das Konfirmationsalter wird davon bestimmt, dass Jugendliche mit Vollendung des 14.Lebensjahres das Alter ihrer Religionsmündigkeit erreicht haben und nun selbst über ihre Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft entscheiden und bestimmen können.

In einigen evangelischen Kirchen (Methodisten, Altreformierte u.a.) gibt es kein fest gelegtes Konfirmationsalter. Jugendliche bzw. Erwachsene sollen ihren Glauben erst dann bekräftigen, wenn sie sich dazu innerlich in der Lage sehen. Die Konfirmation ist gewöhnlich mit einem Familienfest und Geschenken verbunden. An der früher allgemein verbreiteten Festlegung der Konfirmation auf den Palmsonntag wird noch in einigen Landeskirchen festgehalten (z.B. in der Pfalz), andere deutsche Landeskirchen haben sich davon verabschiedet; so können die Konfirmationen im Rheinland frühestens an Quasimodogeniti, dem Sonntag nach Ostern, und spätestens an Trinitatis stattfinden. In der selbstständigen Evangelisch - Lutherischen Kirche können Konfirmationen ganzjährig gefeiert werden. Die Feier am Palmsonntag hat ihren Ursprung darin, dass die Konfirmation in Verbindung mit der Entlassung aus der Volksschule gesehen wurde und vor Antritt der Lehre (oft 1. April) erfolgen sollte. Quasimodogeniti ist als der Sonntag nach Ostern in der alten Kirche der Sonntag, an dem die Täuflinge der Osternacht ihre weißen Taufgewänder wieder ablegen durften, und damit ein Tag der Tauferinnerung. Die Verbindung zur Konfirmation liegt da nahe.

 

Die Konfirmanden empfangen den Segen durch Handauflegung sowie einen biblischen Konfirmationsspruch, der sie weiter durch ihr Leben begleiten soll. Danach (heute oft auch am Vorabend oder zu einem anderen geeigneten Zeitpunkt) nehmen sie häufig zum ersten Mal am Abendmahl teil. Seit in einigen evangelischen Landeskirchen das Kinderabendmahl eingeführt wurde, verliert diese Zulassung zum Abendmahl jedoch zunehmend an Bedeutung. Das eigene „Ja“ zum Glauben gewinnt dafür an Gewicht.

Vorbereitung

Die Vorbereitung auf die Konfirmation dauert je nach Landeskirche und/oder Kirchengemeinde neun Monate bis zwei Jahre.

 

Traditionell findet der Konfirmandenunterricht einmal wöchentlich statt und wird von einem Pfarrer oder einer Pfarrerin abgehalten. In den letzten Jahrzehnten werden daneben in vielen Landeskirchen zahlreiche andere Formen erprobt: Es gibt 14-tägigen Unterricht oder Kursunterrichtsmodelle und Blockunterrichtsmodelle. Gemeinsame Freizeiten gewinnen an Bedeutung. An vielen Orten beginnt der Unterricht inzwischen schon in der 3. oder 4. Klasse, eine Phase der Jugendarbeit schließt sich an, bevor dann mit 14 Jahren die Konfirmation stattfindet. Zunehmend wirken auch andere Personen am Unterricht mit: Ehrenamtliche, jugendliche Mitarbeiter, Eltern.

 

Während dieser Zeit sind die Konfirmanden angehalten, öfters Gottesdienste ihrer Kirchengemeinde zu besuchen. Allerdings ist das Interesse an der Teilnahme an den Gottesdiensten unter den angehenden Konfirmanden im Bereich der Landeskirchen im Allgemeinen recht gering, so dass die meisten Kirchengemeinden seit vielen Jahren ein Kontrollsystem eingeführt bzw. eine Mindestbesuchszahl als Voraussetzung für die Zulassung zur Konfirmationsfeier festgelegt haben.

 

Im Konfirmandenunterricht werden viele Glaubensinhalte ausführlich behandelt. Traditionell wurden große Teile des Katechismus auswendig gelernt und das Gelernte in strengen Abfragen überprüft. Heute steht am Ende der Konfirmandenzeit in der Regel ein Vorstellungsgottesdienst, in dem zum einen die Konfirmanden noch einmal der Gemeinde vorgestellt werden. Zum anderen stellen die Konfirmandinnen und Konfirmanden Inhalte des Unterrichts vor und geben so exemplarische Einblicke in das Gelernte.

 

Kritik

Es gibt die Kritik, ein Großteil der Konfirmanden nehme vor allem aus familiären und finanziellen Gründen an der Konfirmationsfeier teil. Der Glaube an Gott, Jesus Christus oder die Bibel spiele nur in wenigen Fällen eine Rolle für die Teilnahme an der Konfirmationsfeier, wie religionssoziologische Untersuchungen zeigten. Das gebe eine große Zahl der betroffenen Jugendlichen auf Nachfrage auch offen zu. Nur wenige hätten allerdings den Mut, bei Glaubenszweifeln oder völligem Unglauben der Feier zu entsagen und auf die damit verbundenen nicht unerheblichen materiellen Vorteile zu verzichten. Diese Kritik führte in evangelikalen und einigen freikirchlichen Kreisen zu Kritik an der Konfirmationspraxis der evangelischen Landeskirchen.

 

Sie sehen in der formellen Einsegnung anlässlich der Konfirmationsfeier eher eine de facto „Aussegnung“: Für viele Konfirmanden sei die Feier der vorläufig letzte Kontakt mit ihrer Kirchengemeinde.

 

Mit der Kritik an der landeskirchlichen Konfirmation ist in einigen Punkten darüber hinaus eine Kritik an der Praxis der Kindertaufe verbunden: Eine Konfirmation im religionsmündigen Alter ist nur nötig, weil die Kinder zuvor als Unmündige (in der Regel noch als Säuglinge) getauft wurden. Tauf- wie Konfirmationspraxis (falls letzteres dann überhaupt noch notwendig wäre) müsse auf einer mündigen persönlichen Entscheidung für den christlichen Glauben beruhen.

 

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